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Erfahrungen durch wissenschaftliche Studien über die Yamswurzel

Yamswurzel Erfahrungen

Im Bereich der alternativen Heilkunde und der unterstützenden Wirkung natürlicher Stoffe aus der Natur bei Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen bewegt sich derzeit viel. Auch die Wissenschaft ist bemüht, traditionelle Anwendungsgebiete pflanzlicher Stoffe zu erforschen und die Wirksamkeit zu überprüfen.

Zur Wirksamkeit der Yamswurzel gibt es einige Studien, deren Ergebnisse einander allerdings auch teilweise widersprechen oder nur eine begrenzte Aussagekraft haben; zudem sind längst nicht alle Anwendungsfelder erforscht. Insofern ist hier für die Wissenschaft noch viel zu tun.

Die wichtigsten Studien zum Thema stellen wir hier vor.


Yams beeinflusst den Hormonhaushalt bei Frauen nach der Menopause

In einer Studie der National Taiwan Normal University in Taipei wurde der Einfluss von Yamskonsum auf Frauen nach der Menopause untersucht und spürte damit dem traditionellen Einsatz von Yams bei Wechseljahresproblemen wissenschaftlich nach.

Die Studie hatte zum Ziel, Effekte des Yamsverzehrs auf Fette, Antioxidationszustand und Sexualhormone bei Frauen nach der Menopause zu untersuchen.

Wild Yamswurzel Erfahrungsberichte
Yamswurzel finet man überwiegend in Asien, Afrika, Nord- und Südamerika.

Die Autoren Wu WH, Liu LY, Chung CJ, Jou HJ und Wang TA wählten 24 gesunde Frauen nach der Menopause aus, die ihr Grundnahrungsmittel (in dem Falle überwiegend Reis) in zwei von drei Mahlzeiten für 30 Tage durch 390g Yams (Dioscorea alata) ersetzen sollten.

22 von ihren führten den Versuch zu Ende durch. Als Daten wurden vor und nach der Versuchslaufzeit Blut- und Urinproben entnommen, es fand also ein einfach Vorher-Nachher-Vergleich statt. Zudem gab es eine Kontrollgruppe von 19 Frauen, die Süßkartoffeln zu essen bekamen.

Als Ergebnis ließ sich feststellen, dass es signifikante Steigerungen im Serumestronspiegel (26%), im Sexualhormon bindenden Globulin (SHBG) (9,5%) und ein fast signifikanter Anstieg von Estradiol (27%) gab.

Keine signifikanten Änderungen gab es in den Serumkonzentrationen von Dyhydroepiandrosteronsulfat, Androstendion, Testosteron, follikelstimulierendem Hormon und luteinisierendem Hormon.

Abgenommen haben:

Die Verzögerungszeit ber Lipoproteinoxidation mit niedriger Dichte verlängerte sich erheblich. Die gemessenen Hormonparameter veränderten sich bei der Kontrollgruppe nicht. Als Ergebnis lässt sich zusammenfassen, dass das Ersetzen anderer Grundnahrungsmittel zu 2/3 durch Yamswurzel für eine Dauer von 30 Tagen dem Sexualhormonhaushalt verbessert. Zugleich verbessern sich auch der Status der Fettwerte und der Antioxidantien.

Wie genau diese Effekte zustandekommen, ist unklar. Sie könnten jedoch das Risiko für Brustkrebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen nach der Menopause reduzieren.

Link zur Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16093400


Nanoyam-Polysaccharid hemmt das Wachstum von Prostatakrebs

Da Yams eine sehr wichtige Rolle in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) spielt, gibt es in China relativ viele Studien zu Yams.

Diese Studie aus dem Jahr 2019 untersuchte anhand von Mäusen die Wirkung und den Mechanismus von Yam-Polysaccharid auf die Proliferation der prostatischen Krebszelllinie.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Nanoyam-Polysaccharid das Wachstum von Prostatakrebs unterdrücken hilft, indem es die Überexpression von Caspase-3 induziert. Im Kampf gegen Prostatakrebs kann der Einsatz von Yams also eine wertvolle Hilfe sein.

Link zur Studie: https://www.hindawi.com/journals/ijps/2019/9543526/


Eigenschaften von Jamaikanischem Yams tötet Prostata- und Brustkrebszellen

Eine Studie an der University of the West Indies weist in eine ähnliche Richtung wie die chinesische Studie. In dieser Studie wurde der jamaikanische gelbe Yams (Dioscorea cayenensis) auf mögliche Inhaltsstoffe untersucht, die medizinische Wirkung entfalten können.

Sie wurden mithilfe von Alkohol aus der ungekochten Wurzel extrahiert. Dieser Extrakt wurde anschließend auf die Fähigkeit überprüft, Zellen zu zerstören.

Besonders interessant ist, dass es sowohl androgenabhängige als auch androgenunabhängige Formen des Prostatekrebses gibt. Androgenunabhängige Tumore sind schwerer zu behandeln, weil sie auf Hormontherapien nicht ansprechen.

Der Yamsextrakt wirkte auf alle Zelllinien, verstärkt aber auf die androgenunabhängigen. Damit könnte sich Yams als Hoffnung für diese schwer behandelbaren Formen des Prostatakrebses entpuppen. Eine Folgestudie ist an der Southern University im Bundesstaat Louisiana in den USA angelaufen.

Mehr Informationen: http://www.jamaicaobserver.com/all-woman/study-yellow-yam-has-potential-to-treat-breast-and-prostate-cancer_161980?profile=0


Yams kann das Wachstum von Tumoren fördern

Nicht alle Studien bzw. Wissenschaftler sind einer Meinung, was die Wirkung von Yams auf Krebs hat. Es gibt auch Wissenschaftler, die Hinweise darauf gefunden haben, dass Yams das Wachstum von Krebs beschleunigen oder einen Rückfall begünstigen kann.

Dies gälte gerade für hormonsensitive Tumoren (insbesondere also Brustkrebs, Eierstockkrebs, Prostatakrebs). Genauere Belege nennt der Artikel nicht.

Es wird jedoch einschränkend hervorgehoben, dass Yamsprodukte mit Diosgenin (dem „natürlichen Progesteron“) nur dann zu vermeiden sind, wenn sie nicht bewusst Bestandteil der Krebsbehandlung sind (S.13).

Link zur Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15378107

Aus Yamswurzel gewonnene Medikamente haben hormonelle Wirkung

Elaine M Aldred et al. bestätigen in Kapitel 38 des Fachbuchs „Pharmacology“, dass das aus Yams gewonnene Diosgenin eine östrogenetische Wirkung hat. Allerdings fehlt eine progesteronähnlich Aktivität.

Der Körper kann zudem das Progesteron auf dem Diosgenin nicht selbst gewinnne. Es kann mittels eines chemischen Prozesses im Labor jedoch in Progesteron umgewandelt werden.

Dieser Prozess nennt sich "Markerabbau" (marker degradation). Dies ermöglicht den Zugang zu vielen wichtigen Steroiden wie z.B. Testosteron und Östradiol.

Link zum Dokument: https://doi.org/10.1016/B978-0-443-06898-0.00038-4

Studien zur Wirksamkeit von Yamswurzel: Stand der Forschung Es gibt eine recht große Anzahl an Studien zur Wirkung der Yamswurzel. Eine Übersicht über verschiedene Studien und deren Erkenntnisse liefert der Beitrag „An update on the biological and pharmacological activities of diosgenin“ von Jae Kwang Kim und Sang Un Park

Link zur Studie: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5780621

Die Vielzahl der Studien darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Forschungsstand noch immer recht dürftig ist.

Zunächst einmal fällt auf, dass sich eine überdurchschnittlich hohe Anzahl der Studien mit der Wirksamkeit auf Krebszellen auseinandersetzt.

Auch zu Diabetes gibt es einige Studien; obgleich in viele Studien die hormonelle Wirksamkeit von Yamswurzel erwähnt wird, gibt es nicht besonders viele Studienergebnisse zur hormonregulierenden Wirkung von Yamswurzel zur Verhütung oder bei Kinderwunsch.

Insofern bleibt die wissenschaftliche Basis für diese Phänomene noch recht dünn.

Auch bei den besser erforschten Bereichen wie Krebsbehandlung oder die Wirkung bei Frauen nach der Menopause sind die Studien sehr klein – sie haben nur eine geringe Probandenanzahl – und sind in Teilen noch nicht am Menschen, sondern an Mäusen erforscht. Zudem gibt es radikal voneinander abweichende Ergebnisse, was gerade bei der Krebstherapie heißt: Vorsicht ist geboten.

Ebenfalls problematisch: Die Studien beziehen sich auf ganz verschiedene Yamssorten und Darreichungsformen. Manche Studien setzen sich mit dem Verzehr der gegarten Yamswurzel auseinander, andere mit einem in einem chemischen Prozess aus ihr extrahierten und weiter veränderten Stoff.

Das bedeutet auch, dass derzeit nur wenig Vergleichbarkeit der Ergebnisse gegeben ist.

Zweifellos wird es in den kommenden Jahren weitere Studien geben, die hoffentlich mehr Klarheit bringen. Einstweilen jedoch ist zur Vorsicht geraten, was die Selbstmedikation angeht.

Das gilt insbesondere, wenn schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs vorliegen. In diesen Fällen sollte unbedingt mit einem versierten Mediziner Rücksprache gehalten werden.

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